Fotoausstellung - Wohnen aus Sicht von Wohnungslosen

  • Veröffentlicht am: Fr, 2 Sep 2016
  • von: Katharina Böttger

Wer wohnt wie in Frankfurt? Kann man diese Frage ohne Zynismus wohnungslosen Menschen stellen? Das Howard-Philipps-Haus gibt mit einer kleinen Fotoausstellung Antwort auf diese Frage.
Fünf ehemalige wohnungslose Männer, die im Howard-Philipps-Haus untergebracht und betreut werden, wurden mit Einwegkameras ausgestattet. Sie behandeln mit ihren kommentierten Fotos das Thema Wohnen aus der Sicht von Wohnungslosen, z.B. ihre persönlichen Überlebensstrategien und Erfahrungen als Obdachlose.
Die Ergebnisse sind in der Fotoausstellung am Haupteingang des Günthersburgpark zu finden.
In der Ausstellung werden fünf verschiedene Lebensgeschichten vorgestellt. Jede Tafel erzählt eine eigene Geschichte, in der das Alltagsleben durch die Wohnungslosigkeit zu einer Herausforderung wird. Die fünf Männer geben durch ihre Bilder einen Einblick in ihre subjektiven Erfahrungen der Wohnungslosigkeit und die damit verbundenen alltäglichen Herausforderungen.
Dadurch wird die Frage des Wohnens in Frankfurt anders gestellt:  Wie können wir über Wohnen sprechen, wenn es um die Sicherung der Grundbedürfnisse geht? Die Kommentare der Bilder stellen einige Reflektionen darüber vor.  Ein Auto wird zu einem Lebensretter, der Flughafen wird zur Wohnung, ein Krankenhaus wird mit Erholung und Bequemlichkeit assoziiert.
Die Fotografien sind drei  Wochen lang, ab dem 23. August am Haupteingang des Günthersburgparks im Frankfurter Nordend ausgestellt.