Gründung der Frankfurter Botschaft

  • Veröffentlicht am: Mi, 10 Aug 2016
  • von: Erik Jacobs

Gründung der Frankfurter Botschaft. Performative Installation in der Weihehalle der Unitarier am 12. August, ab 19 Uhr.
 

Eine Frankfurter Botschaft wird für einen Tag eröffnet und dann gleich wieder geschlossen. Innen drin erlebt man Gentrifizierung als Zaubertrick, eine Vorstandssitzung im Mondlicht, bei der es um einen Apparat gegen Höhenangst geht, die Ausgabe merkwürdiger Pässe, eine Zombiehafte Meditation über Erkererkenntlichkeit in der neuen Altstadt, Türen, die auf und zugehen, Warten...
 

Der Einladungstext verkündet: „ Die Frankfurter Botschaft ruft Euch! Wir sind die Stadt, die jeden brauchen kann, jeden an seinem Ort. Wer sich für uns entschieden hat, den beglückwünschen wir gleich hier. Verflucht sei, wer uns nicht glaubt“

Die performative Installation „Eröffnung der Frankfurter Botschaft“, ein gemeinsames Projekt von „Frankfurter Gemeine Kultur e.V.“,“artes eV.“, der „Forschungsgruppe Performance im Kellertheater“ und der SIKS (Stadtteilinitiative Koblenzer Strasse) will den Raum der sozialen Erfahrung in Frankfurt vermessen wie einst der Landvermesser „Josef K.. Vierzehn Darsteller präsentieren eine surreale Geisterbahn durch das Unbewusste der Mainmetropole mit dokumentarischen oder Slapstickhaften Einsprengseln. Mechanismen der Inclusion und Exclusion und der Zauber der Macht entfalten sich. Man kann sich durch durch die Installation wie durch eine Ausstellung bewegen oder in bestimmte Szenerien einklinken.

Die Installation wurde als „künstlerische Intervention“ ausgewählt für die Somertour 2016 des Stadtlabors und des Historischen Museums.
Auch der Ort verheißt ungewöhnliches: Die modernistische Weihehalle der Unitarier von 1960 ist architektonisch ein verblüffendes Gegenstück zum notorischen Geburtsort der Frankfurter Demokratie, der Paulskirche.
 

Mit Bert Bresgen, Alexander Bußmann, Tita Bayer, Christine Fischer, Jungyeon Kim, Rüdiger Lang, Felix Pausch, Parwiz Rahimi, Brigitte Schroth, Thilo Schwarmann, Myriam Tancredi, Oliver Utis, Drazenka Vecerin, Ewelina Zielonka u.a.
Projektleitung, Regie, Texte und Konzept: Bert Bresgen, ( Frankfurter Gemeine Kultur e.V.), Alexander Bußmann ( artes e.V. ), Oliver Utis ( Forschungsgruppe Performance im Kellertheater )