When you go to Nied…

  • Veröffentlicht am: Di, 18 Aug 2015
  • von: Franziska Mucha

…dann fährst du erstmal eine ganze lange Weile am Grün entlang, Nidda rechts, Weiher links und Idylle oho. Dann scharf abbiegen und hinein in die nächste Modellwelt: die Eisenbahnersiedlung wartet auf, wie man sie sich schöner nicht vorstellen könnte, mit Hündchen hinter Vorhängen, davor Gärtchen, umzäunt. Nächste Szene: warten. Die Schranke ist unten. Und hiermit sind wir auch schon mitten in dem was Nied ausmacht: der gemeinsam, mit aller Inbrunst gehasste Endgegner ist die Eisenbahnschranke. Als symbolische und greifbare Grenze teilt sie den Stadtteil entzwei und verhilft ihm sogar zur selbstironischen Neubenennung „Nied an der Schranke“.
Abseits davon versteht sich Nied als entspannt (vielleicht hat das regelmäßige Warten an der Schranke ja auch Entschleunigungseffekte?) und die befragten Bewohner/innen lieben die Nidda. Vor allem die renaturierte Stelle am alten Wehr wird zum Baden, Plantschen, Spielen und Spazierengehen vielfältig genutzt.